Der Künstler hat die Sehnsucht der Menschen nach Ruhe und Geborgenheit
in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg symbolhaft dargestellt.
Illustration auf dem vorderen Einbanddeckel
Die Brückl-Fibel „Mein erstes Buch zum Anschauen, Zeichnen, Lesen und Schreiben“ war eines der ersten Bücher
in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, das in der amerikanischen Besatzungszone an den Schulen verwendet werden durfte.
Erst 1949 entfiel die vorgeschriebene Genehmigung durch die amerikanische Militärregierung.Die Brückl-Fibel erschien mit
insgesamt 17 Auflagen bis 1969 mit geringfügigen Ergänzungen und war
eines der am längsten in der Schule verwendeten Schulbücher.
Was die Fibel heute so interessant macht, ist ihr ländlicher Bezug. Die Themen sind vor allem auf die Jahreszeiten abgestimmt
und die Texte meist durch farbige Illustrationen ergänzt und zum Lesen anregend. Neben den jahreszeitlichen Schwerpunkten
fällt vor allem die religiöse Einbindung auf. An verschiedenen
Stellen werden die Kinder an ihre täglichen Gebete erinnert,
so zum Beispiel an das Morgengebet:
„O Gott vorüber ist die Nacht,
gesund und froh bin ich erwacht.
Behüte mich auch diesen Tag,
daß mir kein Leid geschehen mag.“
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Die Ausstellung im Eingangbereich des Lohrer Schulmuseums erinnert mit Auszügen aus der Brückl-Fibel von 1948 an eine
Zeit, die heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist.. Aus den ehemaligen Bauerndörfern sind oft Wohnsiedlungen geworden.
(siehe Halsbach heute Stadtteil von Lohr a. Main.).
Nachtrag/Persönliches von Eduard Stenger: Ich blättere gern in meiner Brückl-Fibel aus dem ersten Schuljahr
in der Halsbacher Dorfschule. Viele Erinnerungen sind damit verbunden und ich denke, es war eine schöne Zeit.
(Text von Eduard Stenger, Repros von Inge und Udo Kleinfelder)
Das
Lohrer Schulmuseum im Ortsteil Lohr-Sendelbach ist von Mittwoch bis
Sonntag und an allen
gesetzlichen Feiertagen jeweils von 14 bis 16 Uhr
geöffnet. Gruppen können auch nach vorheriger
Absprache außerhalb der
regulären Öffnungszeiten das Museum besuchen.
(Kontakt: Eduard Stenger,
Zum Sommerhof 20, 97816 Lohr a.Main;
Tel. 09352/4960 oder 09359/317,
e-Mail: eduard.stenger@gmx.net)

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