Sonderaustellung im Lohrer Schulmuseum
Mit der Brückl-Fibel zurück in die Nachkriegszeit
vom 15.8. bis 30.9.2026

und Neuigkeiten aus dem Lohrer Schulmuseum
Ein Hausschülerpult aus Veitshöchheim
Vor einigen Wochen schrieb Herr Dr. Schenkel aus Veitshöchheim an den Leiter des Lohrer Schulmuseums:
„Sehr geehrter Herr Stenger,  ich habe von meiner Großmutter eine Einzelschulbank geerbt, die sie als Kind
selbst für die Hausaufgaben benutzt hat.
Wegen eines Umzugs können wir die Bank leider nicht behalten. Deshalb wenden
wir uns an Sie mit der Frage, ob Sie
  für das Schulmuseum Lohr Interesse haben, diese Sitzbank zu übernehmen.
Wir würden sie Ihnen gerne als Spende
zur Verfügung stellen. Anbei übersende ich Ihnen einige Bilder. Über eine
 positive Antwort und ein neues Heim
für unsere alte Schulbank würden wir uns freuen.“ Gerne entsprachen wir den Wünschen,
und zwischenzeitlich hat unsere Mitarbeiterin Bettina Merz
das Pult in Veitshöchheim abgeholt. Das hervorragend
erhaltene Hausschülerpult kann nun im Schulmuseum
besichtigt werden und ist eine interessante Ergänzung des Mobiliars.
Aufnahme  am 6.7.2026. im Lohrer Schulmuseum, in der Mitte sitzend der Museumsleiter Eduard Stenger, daneben sitzend die Mitarbeiterin Bettina Merz und der Mitarbeiter Bert Stenger
Aufnahme  am 6.7.2026. im Lohrer Schulmuseum, in der Mitte sitzend der Museumsleiter Eduard Stenger,
 daneben sitzend die Mitarbeiterin Bettina Merz und der Mitarbeiter Bert Stenger



Sonderausstellung vom 15.8. bis 30.9.2026
Mit der Brückl-Fibel zurück in die Nachkriegszeit

Der Künstler hat die Sehnsucht der Menschen nach Ruhe und Geborgenheit in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg symbolhaft dargestellt. Illustration auf dem vorderen Einbanddeckel
Der Künstler hat die Sehnsucht der Menschen nach Ruhe und Geborgenheit
in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg symbolhaft dargestellt.
Illustration auf dem vorderen Einbanddeckel


Die Brückl-Fibel „Mein erstes Buch zum Anschauen, Zeichnen, Lesen und Schreiben“ war eines der ersten Bücher
in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, das in der amerikanischen Besatzungszone an den Schulen verwendet werden durfte.
Erst 1949 entfiel die vorgeschriebene Genehmigung durch die amerikanische Militärregierung.Die Brückl-Fibel erschien mit
insgesamt 17 Auflagen bis 1969 mit geringfügigen Ergänzungen und war eines der am längsten in der Schule verwendeten Schulbücher.

Was die Fibel heute so interessant macht, ist ihr ländlicher Bezug. Die Themen sind vor allem auf die Jahreszeiten abgestimmt
und die Texte meist durch farbige Illustrationen ergänzt und zum Lesen anregend. Neben den jahreszeitlichen Schwerpunkten
 fällt vor allem die religiöse Einbindung auf. An verschiedenen Stellen werden die Kinder an ihre täglichen Gebete erinnert,
so zum Beispiel an das Morgengebet:


„O Gott vorüber ist die Nacht,
gesund und froh bin ich erwacht.
Behüte mich auch diesen Tag,
daß mir kein Leid geschehen mag.“


Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948

Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948


Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948

Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948
Doppelseiten aus der Fibel Mein erstes Buch, von Hans Brückl, Bayerischer Schulbuch Verlag und Oldenbourg Verlag, München, 1948

Die Ausstellung im Eingangbereich des Lohrer Schulmuseums erinnert mit Auszügen aus der Brückl-Fibel von 1948 an eine
Zeit, die heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist.. Aus den ehemaligen Bauerndörfern sind oft Wohnsiedlungen geworden.
 (siehe Halsbach heute Stadtteil von Lohr a. Main.).

Nachtrag/Persönliches von Eduard Stenger: Ich blättere gern in meiner Brückl-Fibel aus dem ersten Schuljahr
in der Halsbacher Dorfschule. Viele Erinnerungen sind damit verbunden und ich denke, es war eine schöne Zeit.


(Text von Eduard Stenger, Repros von Inge und Udo Kleinfelder)

Das Lohrer Schulmuseum im Ortsteil Lohr-Sendelbach ist von Mittwoch bis Sonntag und an allen
gesetzlichen Feiertagen jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppen können auch nach vorheriger
Absprache außerhalb der regulären Öffnungszeiten das Museum besuchen.
(Kontakt: Eduard Stenger, Zum Sommerhof 20, 97816 Lohr a.Main;
Tel. 09352/4960 oder 09359/317,
e-Mail: eduard.stenger@gmx.net)

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